In den nigerianischen Bundesstaaten Rivers und Akwa Ibom verschlechtert sich die medizinische Versorgung von HIV-Patienten dramatisch. Wie eine Recherche des Premium Times Nigeria ergab, haben internationale Geber ihre Finanzhilfen reduziert, während staatliche Fördermittel trotz formeller Genehmigung oft nicht im Gesundheitswesen ankommen. Dies führt dazu, dass viele Betroffene keine Zugang mehr zu lebensnotwendigen Antiretroviralen haben.
Die Berichterstattung zeigt, dass zwar offizielle Budgets für HIV-Programme vom Staat genehmigt wurden, die Umsetzung jedoch massiv stockt. Lokale Kliniken berichten von leer stehenden Regalen und entlassenen Fachkräften, da sie sich die Gehälter und Medikamente nicht mehr leisten können. Patienten schildern zunehmende Verzweiflung: Viele fürchten um ihr Leben, wenn die Unterbrechung der Therapie andauert.
Fachleute warnen, dass ein Rückgang der Behandlungsrate nicht nur individuelle Tragödien auslöst, sondern auch das Risiko einer neuen Infektionswelle erhöht. Die Situation verdeutlicht strukturelle Schwächen im nigerianischen Gesundheitssystem – insbesondere die Abhängigkeit von externer Finanzierung und mangelnde Durchsetzung staatlicher Verpflichtungen.
Quellen: Premium Times Nigeria