Der Committee to Protect Journalists (CPJ) hat Benins Präsident Romuald Wadagni aufgefordert, während seiner Amtszeit entschlossenere Maßnahmen zum Schutz der Pressefreiheit zu ergreifen. In einem offenen Brief, der anlässlich der ersten 100 Tage seiner Amtszeit veröffentlicht wurde, appelliert die internationale Organisation an den Präsidenten, die Rahmenbedingungen für Journalisten in Benin nachhaltig zu verbessern.
Der CPJ betont, dass eine freie und unabhängige Presse eine zentrale Säule der Demokratie sei und dass Regierungen die Verantwortung trügen, journalistische Arbeit zu schützen, nicht einzuschränken. In dem Schreiben werden konkrete Handlungsempfehlungen gegeben, darunter die Abschaffung von Gesetzen, die journalistische Berichterstattung kriminalisieren, sowie die Gewährleistung eines sicheren Umfelds für Medienschaffende.
Während Benin in der Vergangenheit als einer der demokratischsten Staaten Westafrikas galt, haben Beobachter in den letzten Jahren zunehmende Einschränkungen der Meinungsfreiheit bemängelt. Journalisten berichteten von Zensur, Behinderungen bei der Berichterstattung und rechtlichen Repressalien. Der CPJ sieht in der neuen Regierung unter Wadagni jedoch eine Chance für einen Neuanfang.
Die Organisation ruft die Regierung dazu auf, internationale Standards für Pressefreiheit einzuhalten und mit Medienverbänden sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen im Dialog zu bleiben. Nur so könne Vertrauen gestärkt und die Glaubwürdigkeit der Institutionen langfristig gesichert werden.
Quellen: AllAfrica – West Africa