Ein Drohnenangriff auf die Stadt Mekelle, die Hauptstadt der äthiopischen Region Tigray, hat am Donnerstag mindestens 13 Menschen verletzt, darunter fünf Kinder. Wie ein Krankenhausvertreter berichtete, wurden die Verletzten in eine medizinische Einrichtung in Mekelle eingeliefert, wo sie derzeit behandelt werden. Die genaue Herkunft und Verantwortung für den Angriff sind bislang unklar.
Der Vorfall ereignete sich zu einem Zeitpunkt zunehmender Spannungen zwischen den Streitkräften der äthiopischen Zentralregierung und lokalen Sicherheitskräften im Tigray. Seit dem Ende des offiziellen Bürgerkriegs im Jahr 2022 bleibt die Lage in der Region instabil, und lokale Medien berichten immer häufiger über militärische Mobilisierungen und Luftüberwachung durch unbemannte Flugkörper.
Beobachter warnen, dass die jüngste Eskalation ein Zeichen für einen möglichen Rückfall in bewaffnete Auseinandersetzungen sein könnte. Die internationale Gemeinschaft hatte nach dem Friedensabkommen von Pretoria Hoffnungen auf dauerhafte Stabilität im Tigray gehegt. Doch die jüngsten Ereignisse untergraben dieses Vertrauen und werfen Fragen über die Durchsetzungsfähigkeit des Abkommens auf.
Quellen: Africanews EN