Libysche Behörden haben am Montag einen Großbrand in der Raffinerie von Zawiya unter Kontrolle zu bringen versucht, nachdem ein Drohnenangriff eine große Benzinlagerstätte getroffen hatte. Der Angriff löste einen heftigen Brand aus, bei dem Teile der Anlage einstürzten. Zawiya beherbergt die zweitgrößte Ölraffinerie des Landes und ist eine strategisch wichtige Infrastruktur für die libysche Energieversorgung.
Wie die Behörden mitteilten, waren bislang keine genauen Angaben zur Identität der Täter möglich. Die Verantwortlichen für den Angriff bleiben unbekannt. Der Brand breitete sich rasch aus, wobei Flammen und dichter Rauch über der Anlage sichtbar waren. Einsatzkräfte rückten mit mehreren Löschzügen an, um die Brände unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Eskalation zu verhindern.
Der Vorfall markiert den dritten Angriff auf kritische Energienetze innerhalb von nur 48 Stunden. Experten befürchten, dass diese Serie gezielter Angriffe auf die Ölinfrastruktur die ohnehin fragile Stabilität des Landes weiter untergräbt. Libyen leidet seit dem Sturz von Muammar al-Gaddafi 2011 unter politischer Zersplitterung und wiederkehrender Gewalt zwischen rivalisierenden Milizen und staatlichen Institutionen.
Die internationale Gemeinschaft hat bisher nicht auf den jüngsten Zwischenfall reagiert. Beobachter warnen jedoch vor möglichen Versorgungsengpässen und wirtschaftlichen Folgen, falls die Angriffe auf die Energieinfrastruktur anhalten. Die Raffinerie in Zawiya versorgt einen Großteil der Region um die Hauptstadt Tripoli mit Treibstoff.
Quellen: BBC News – World, Africanews EN