Dürre und Lebensmittelpreise treiben Darfur an den Rand der Hungersnot

Die Generalkoordination für vertriebene Personen und Flüchtlinge in Darfur hat vor einer unmittelbar bevorstehenden Hungersnot gewarnt. Wie lokale Berichte von Dabanga aus Nierteti und El Obeid melden, leiden die Gemeinden in der Region unter extremen Dürrebedingungen, die durch das Ausbleiben von Regenfällen in der diesjährigen Saison verschärft wurden. Hinzu kommen stark gestiegene Lebensmittelpreise und unterbrochene Handelsrouten, die den Zugang zu Grundnahrungsmitteln nahezu unmöglich machen.

Die Koordination betont, dass viele Familien bereits nicht mehr in der Lage seien, ausreichend Nahrung zu beschaffen. Besonders betroffen sind vertriebene Gemeinschaften, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, doch auch diese bleibt aufgrund der anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen oft aus. Die Blockade von Hilfsrouten durch kriegführende Parteien sowie die Zerstörung landwirtschaftlicher Infrastruktur haben die Ernährungssicherheit in der gesamten Region dramatisch reduziert.

Experten befürchten, dass sich die Lage mit fortschreitender Trockenzeit weiter verschlechtern wird, falls nicht umgehend internationale Hilfsmaßnahmen ergriffen werden. Die Kombination aus Klimakrise, Konflikt und wirtschaftlichem Zusammenbruch treibt Tausende in Darfur in akute Unterernährung. Die Warnung vor einer Hungersnot unterstreicht erneut, dass der Sudan einer der am stärksten von mehrfachen Krisen betroffenen Staaten der Welt ist.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa