Der Vorsitzende des sudanesischen Übergangssovränitätsrats, General Abdel Fattah Al-Burhan, hat am Sonntag zugesichert, dass die Regierung alle notwendigen rechtlichen, politischen und sicherheitspolitischen Garantien für einen inner-sudanesischen Dialog bereitstellen werde. Der geplante Dialog soll jedoch weder vom Staat organisiert noch von ihm inhaltlich gesteuert werden, betonte Al-Burhan in Khartoum.
Bei der Ankündigung machte der Armeechef deutlich, dass die Regierung zwar den Rahmen für Verhandlungen schaffen, aber weder die Tagesordnung festlegen noch über die Ergebnisse entscheiden werde. Dies sei eine ausschließlich von den sudanesischen Akteuren selbst zu bestimmende Angelegenheit. Ziel sei es, einen inklusiven und souveränen politischen Prozess zu ermöglichen, der alle gesellschaftlichen Gruppen einbezieht.
Die Ankündigung wird als vorsichtiger Schritt hin zu einer politischen Lösung des anhaltenden Konflikts gewertet, der seit 2023 zwischen der Armee und der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) andauert. Internationale Beobachter begrüßen die Zusage, sehen aber auch die Notwendigkeit konkreter Maßnahmen, um Vertrauen bei Zivilgesellschaft, Oppositionsgruppen und humanitären Organisationen aufzubauen. Besonders die Frage der Amnestie für Konfliktparteien bleibt dabei ein sensibles Thema.
Die Hoffnung bleibt, dass dieser Dialog einen Weg aus der politischen und humanitären Krise weisen kann, die Millionen Sudanesen in Not bringt. Die internationale Gemeinschaft wird weiterhin auf einen echten inklusiven Prozess drängen, der nicht allein von militärischen Akteuren dominiert wird.
Quellen: AllAfrica – East Africa, Al Jazeera English