Der ehemalige Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Joseph Kabila, wehrt sich juristisch gegen Sanktionen der Vereinigten Staaten. Das US-Finanzministerium hatte Kabila im April vorgeworfen, die Rebellenallianz M23 im Osten des Landes finanziell und politisch zu unterstützen, und ihn daraufhin auf eine Sanktionsliste gesetzt. Nun hat Kabila einen Anwalt in den USA beauftragt, um gegen diese Maßnahmen und die damit verbundenen Vermögensblockaden vorzugehen.
Die Anschuldigungen gegen Kabila sind Teil einer breiteren Untersuchung der US-Regierung zu ausländischen Einflüssen im anhaltenden Konflikt im Ostkongo. Die Regierung von Präsident Félix Tshisekedi hat wiederholt behauptet, dass die M23 von Ruanda unterstützt wird, räumt aber auch ein, dass ehemalige kongolesische Eliten möglicherweise Hintermänner der Aufständischen sind. Kabila, der von 2001 bis 2019 das Land regierte, bestreitet jede Verbindung zu den Rebellen und bezeichnet die Sanktionen als politisch motiviert.
Die Entwicklung könnte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Washington und ehemaligen Machthabern in der Region weiter belasten. Beobachter warnen, dass die juristische Auseinandersetzung auch die innenpolitische Stabilität der DR Kongo beeinflussen könnte, da Kabila weiterhin über einflussreiche Netzwerke innerhalb der Sicherheitskräfte und der politischen Elite verfügt.
Quellen: The Africa Report