M23-Rebellen verschärfen Bewegungsbeschränkungen im Ostkongo nach Ebola-Fällen

Die Rebellenallianz M23 hat im Osten der Demokratischen Republik Kongo die Bewegungskontrollen erheblich verschärft, nachdem zwei Reisende aus regierungskontrollierten Gebieten im von Aufständischen kontrollierten Gebiet positiv auf Ebola getestet wurden. Der Vorfall verschärft die ohnehin prekäre Lage in der Region, wo die Zahl der Ebola-Fälle inzwischen die Marke von 5.000 überschritten hat. Die verschärften Kontrollen behindern nicht nur die Menschenbewegung, sondern auch die Arbeit von Gesundheitsorganisationen, die dringend benötigte Hilfseinsätze zur Eindämmung der Epidemie planen.

Die Region Ostkongo leidet seit Monaten unter anhaltenden bewaffneten Auseinandersetzungen, die humanitäre und medizinische Interventionen massiv erschweren. Die M23, die weite Teile Nordkivu kontrolliert, begründet die neuen Einschränkungen mit der Notwendigkeit, eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Kritiker befürchten jedoch, dass die Maßnahmen auch politisch motiviert sind und die Kontrolle über Bevölkerungsbewegungen verstärken sollen.

Internationale Organisationen wie die WHO und Ärzte ohne Grenzen warnen vor einer dramatischen Verschärfung der humanitären Lage. Der Ebola-Ausbruch zählt mittlerweile zu den schwersten in der Geschichte des Landes. Die Kombination aus bewaffnetem Konflikt, mangelnder medizinischer Infrastruktur und nun verstärkten Reisebeschränkungen gefährdet tausende Menschenleben und könnte die Epidemie weiter beschleunigen.

Quellen: Africanews EN