Fähre auf See Kariba sinkt – 46 Todesopfer bei Bootsunglück in Simbabwe

Bei einem tragischen Unglück auf dem See Kariba im Nordwesten Simbabwes sind mindestens 46 Menschen gestorben. Die Fähre „Mbuya Nehanda“ war am Dienstag unterwegs, als sie bei unbekannten Umständen kenterte. Augenzeugen und lokale Behörden berichten, das Boot sei stark überladen gewesen, was die Stabilität beeinträchtigt haben könnte. Das Fahrzeug diente als zentrale Verkehrsverbindung für Dörfer und Fischhändler entlang des riesigen Stausees, der die Grenze zu Sambia bildet.

Am Donnerstag versammelten sich Hunderte Trauernde zu einer Gedenkfeier in der Region, um den Opfern zu gedenken. Die Suche nach Vermissten wurde inzwischen eingestellt, nachdem die meisten Leichen geborgen wurden. Die genaue Passagierzahl ist weiter unklar, da viele Reisende nicht registriert waren. Überlebende schilderten chaotische Szenen, als das Boot zu kippen begann und viele keine Rettungswesten trugen.

Regierung verspricht Sofortmaßnahmen

Präsident Emmerson Mnangagwa reagierte auf die Katastrophe mit einer öffentlichen Stellungnahme und ordnete die Beschaffung einer neuen Fähre an, um die Verkehrsverbindung wiederherzustellen. Zudem kündigte die Regierung die dringende Sanierung der maroden Straße zwischen Kariba, Siakobvu und Chalala an, die seit Jahren unpassierbar ist und die Abhängigkeit von der Schifffahrt verstärkt hat. Kritiker bemängeln jedoch, dass diese Maßnahmen erst nach dem Unglück ergriffen wurden, obwohl die mangelhafte Infrastruktur seit Langem bekannt sei.

Quellen: France 24 – Africa, AllAfrica – Latest