Gambias Präsident verspricht Ende der Stromabschaltungen nach gewaltsamen Protesten

Gambias Präsident Adama Barrow hat angesichts gewaltsamer Proteste gegen andauernde Stromausfälle zugesagt, die systematischen Rollstörungen im Land zu beenden. Die Bevölkerung leidet seit Monaten unter täglichen Blackouts, die zunehmend Wut und Frustration in der Hauptstadt Banjul und anderen Regionen auslösen. Barrow kündigte nun den beschleunigten Bau einer neuen Energieinfrastruktur an, darunter ein 24-Megawatt-Kraftwerk, das die Netzstabilität langfristig verbessern soll.

Proteste eskalieren nach monatelanger Belastung

Die jüngsten Demonstrationen begannen friedlich, eskalierten jedoch, als Sicherheitskräfte Versammlungen in Banjul auflösten. Berichten zufolge kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten, bei denen mehrere Personen verletzt wurden. Bürger beklagen nicht nur die mangelnde Stromversorgung, sondern auch die unzureichende Kommunikation der Regierung über Abhilfemaßnahmen. Viele Haushalte und kleine Unternehmen sind tagelang ohne Strom, was wirtschaftliche Einbußen und gesundheitliche Risiken verursacht.

Kraftwerksbau als Hoffnungsschimmer

Präsident Barrow betonte in einer dringenden Ansprache, dass die neue Energieanlage innerhalb der nächsten zwölf Monate ans Netz gehen soll. Internationale Partner und Entwicklungsbanken sollen bei der Finanzierung und technischen Umsetzung unterstützen. Gleichzeitig kündigte die Regierung Notfallmaßnahmen an, darunter mobile Generatoren für Krankenhäuser und Wasserpumpstationen. Experten warnen jedoch, dass strukturelle Defizite im Energiesektor tiefgreifende Reformen erfordern – nicht nur kurzfristige Reparaturen.

Quellen: Al Jazeera English