Gambische Frauen pflanzen Mangroven, um Banjul vor Erosion zu schützen

In der gambischen Hauptstadt Banjul kämpfen Frauen aus lokalen Gemeinschaften erfolgreich gegen die fortschreitende Küstenerosion, indem sie Mangrovenwälder restaurieren. Diese Ökosysteme spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz der Inselstadt vor Sturmfluten und Überflutungen, die durch den Klimawandel verstärkt werden. Durch das Pflanzen und Pflegen der Mangroven schaffen die Frauen nicht nur einen natürlichen Küstenschutz, sondern sichern auch ihre wirtschaftliche Zukunft.

Die Mangrovenwurzeln stabilisieren den Boden und verhindern so das Abrutschen der Küste. Gleichzeitig dienen die Wälder als Lebensraum für Fische und Krebse, die traditionelle Erwerbsquelle für viele Familien. Die beteiligten Frauen erhalten Schulungen zur nachhaltigen Bewirtschaftung und profitieren direkt von den Erträgen aus der Fischerei und der ökologischen Landwirtschaft in den geschützten Zonen. Internationale Umweltorganisationen unterstützen das Projekt als vorbildhafte Kombination aus Klimaanpassung und Frauenempowerment.

Die gambische Regierung hat das Projekt inzwischen als Teil ihrer nationalen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel anerkannt. Experten sehen in den Maßnahmen der Frauen ein skalierbares Modell, das entlang anderer gefährdeter Küstenregionen Westafrikas übernommen werden könnte. Die Erfolge in Banjul zeigen, wie lokale Initiativen globale Herausforderungen wie den Meeresspiegelanstieg konkret und wirksam angehen können.

Quellen: Al Jazeera English