Gambische Präsidentin ruft zu verstärkter Sicherheitskooperation in Afrika auf

Die gambische Präsidentin Fatoumata Tambajang hat bei einer hochrangigen afrikanischen Sicherheitskonferenz die Notwendigkeit einer intensivierten regionalen Zusammenarbeit betont. Gemeinsam mit dem nigerianischen Generalstabschef und dem Inspector General of Police (IGP) appellierte sie an alle afrikanischen Staaten, ihre Anstrengungen gegen Terrorismus, organisierte Kriminalität, Cyberkriminalität und gewalttätigen Extremismus zu bündeln.

Die Herausforderungen seien längst grenzüberschreitend und könnten nicht mehr von einzelnen Ländern isoliert bekämpft werden, so die Präsidentin. Stattdessen forderte sie einen systematischen Austausch von Geheimdienstinformationen, gemeinsame Operationen und eine stärkere Einbindung lokaler Gemeinschaften in Präventionsstrategien.

Die Konferenz, an der hochrangige Militär- und Polizeiführer aus mehreren westafrikanischen Ländern teilnahmen, unterstrich die zunehmende Bedrohung durch bewaffnete Gruppen im Sahel und an der Westküste. Gambia, obwohl bisher weniger direkt betroffen, betont seine Rolle als verlässlicher Partner in der regionalen Sicherheitsarchitektur.

Die gambische Delegation plädierte für den Ausbau gemeinsamer Frühwarnsysteme und den Aufbau regionaler Zentren zur Bekämpfung digitaler Kriminalität. Ein besonderer Fokus liege darauf, Jugendliche vor Radikalisierung zu schützen und alternative Perspektiven anzubieten.

Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Nigeria