Der Trade Union Congress (TUC) in Nigeria hat seine Mitgliedsgewerkschaften angewiesen, die laufende industrielle Aktion im Zusammenhang mit der geplanten Konzessionierung des renommierten King’s College in Lagos vorerst auszusetzen. Die Entscheidung folgt auf Zusicherungen der Bundesregierung, dass die Arbeitsplätze der derzeitigen Beschäftigten des staatlichen Internats geschützt werden sollen.
Das King’s College, eine der ältesten und angesehensten Bildungseinrichtungen des Landes, war im Zentrum einer kontroversen Debatte über die Pläne der Regierung gerückt, einige staatliche Institutionen im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Modells zu übergeben. Gewerkschaften und Eltern hatten befürchtet, dass diese Maßnahme zu Entlassungen, höheren Schulgebühren und einem Verlust der pädagogischen Qualität führen könnte.
Der TUC begründete die vorübergehende Aussetzung des Streiks mit dem Fortschritt in den Verhandlungen und der Bereitschaft der Regierung, die Rechte der Arbeitnehmer zu berücksichtigen. Gleichzeitig kündigte der Gewerkschaftsbund an, die Situation weiter genau zu beobachten und notfalls die Aktionen wiederaufzunehmen, sollte sich die Lage für die Beschäftigten verschlechtern. Die Entscheidung könnte den Weg für konstruktive Gespräche zwischen allen Beteiligten ebnen.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Nigeria