Ghanas Präsident John Mahama hat am Donnerstag eine offizielle Debatte innerhalb der Afrikanischen Union (AU) zur zunehmenden Gewalt gegen ausländische Migranten in Südafrika angeregt. Hintergrund sind Berichte über gewaltsame Übergriffe, die in den vergangenen zwei Monaten zur Flucht von mehr als 160.000 ausländischen Staatsangehörigen aus Südafrika geführt haben. Mindestens mehrere Menschen kamen bei den Angriffen ums Leben.
Mahama betonte, dass die AU eine führende Rolle dabei spielen müsse, die Sicherheit aller afrikanischen Bürger auf dem Kontinent zu gewährleisten. Die jüngsten Ereignisse, die sich vor allem gegen undocumented migrants richteten, seien ein Angriff auf die Idee einer vereinten afrikanischen Gemeinschaft. Er forderte eine rasche Reaktion der Union, um die Wurzeln der Intoleranz anzugehen und Solidarität zwischen den Ländern zu stärken.
Die südafrikanische Regierung hat inzwischen die Ghanaiern vorgeworfene Petition beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) als „opportunistisch“ bezeichnet. Diese hatte argumentiert, die Gewalt könne als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft werden. Dennoch wächst der Druck auf die AU, konkrete Schritte zur Deeskalation und Schutz der Migranten zu unternehmen.
Quellen: France 24 – Africa, BBC News – World