Goldrausch verschärft Malaria-Krise in Simbabwe

In Simbabwe verschärft der anhaltende informelle Goldrausch die öffentliche Gesundheitskrise durch Malaria. In Regionen wie Mutare hinterlassen illegale Minenarbeiter offene Gruben, die sich mit Regenwasser füllen und ideale Brutstätten für Mücken darstellen. Gesundheitsexperten warnen, dass diese Bedingungen die ohnehin dramatische Zunahme von Malaria-Fällen weiter befeuern.

Die Zahl der Malaria-Infektionen steigt bereits aufgrund von Klimaveränderungen und Kürzungen im Gesundheitssektor. Nun trägt der unkontrollierte Bergbau erheblich zur Ausbreitung der tödlichen Krankheit bei. Lokale Gesundheitsbeamte berichten von überlasteten Kliniken und fehlenden Mitteln für Insektizid-Behandlungen und Moskitonetze, besonders in abgelegenen Gebieten.

Experten fordern dringend eine koordinierte Reaktion der Regierung, die sowohl den illegalen Bergbau eindämmen als auch die Gesundheitsinfrastruktur stärken müsse. „Wir sehen eine tödliche Kombination aus Umweltzerstörung, Armut und mangelnder Gesundheitsversorgung“, sagte ein Mitarbeiter einer Hilfsorganisation in Mutare. „Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, könnte die Malaria-Welle in die Städte übergreifen.“

Quellen: AllAfrica – Business, AllAfrica – Southern Africa