In der sudanesischen Stadt Ed Duweim im Bundesstaat Weißer Nil haben Händler am Dienstag einen zweitägigen Streik begonnen. Grund ist die Protestwelle gegen stark erhöhte Gebühren für gewerbliche Aktivitäten, die von den örtlichen Behörden verhängt wurden. Die Händler beklagen, dass diese Maßnahme ihre ohnehin fragile wirtschaftliche Situation weiter verschlechtere.
Parallel dazu verschärft sich die humanitäre Lage in Port Sudan, wo Anwohner unter einer Verschärfung der Strom- und Wasserversorgungskrise leiden. Die Mangelversorgung tritt inmitten einer schweren Hitzewelle auf, was die Lebensbedingungen besonders für verletzliche Bevölkerungsgruppen dramatisch verschlechtert. Berichte zufolge funktionieren viele Pumpstationen nicht mehr zuverlässig, während Stromausfälle die Betriebe von Wasseraufbereitungsanlagen beeinträchtigen.
Die Kombination aus wirtschaftlicher Belastung und infrastrukturellem Zusammenbruch verdeutlicht die anhaltende Instabilität im Land, das seit Jahren von Konflikten, politischer Unsicherheit und wirtschaftlichem Niedergang betroffen ist. Der Streik in Ed Duweim zeigt erneut, wie soziale Unruhe durch administrative Entscheidungen vor Ort entfacht werden kann – unabhängig von den größeren militärischen Auseinandersetzungen im Land.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Business