Der kenianische staatliche Mikrofinanzierungsfonds „Hustler Fund“ hat bislang insgesamt 90 Milliarden kenianische Schilling (ca. 680 Millionen Euro) an kleine und kleinste Unternehmen im Land ausgezahlt. Dies gab die Regierung am Mittwoch bekannt und betonte das wachsende Vertrauen in das Programm, das darauf abzielt, breiten Bevölkerungsschichten Zugang zu günstigen Krediten zu ermöglichen. Besonders bemerkenswert ist die hohe Rate an Wiederholungskrediten, was auf eine zunehmende Vertrauensbildung und wirtschaftliche Stabilität bei den Empfänger:innen hindeutet.
Der Hustler-Fonds, der 2023 eingeführt wurde, richtet sich an informelle Händler, Handwerker und Kleinstunternehmer, die traditionell keinen Zugang zu Bankdarlehen haben. Durch mobile Zahlungssysteme können Kredite schnell und unbürokratisch beantragt und ausgezahlt werden. Laut Regierungsangaben hat das Programm bereits über drei Millionen Menschen erreicht, wobei die meisten Kredite zwischen 3.000 und 20.000 Schilling betragen.
Zusätzlich zu den Auszahlungen steigen auch die Spareinlagen der Nutzer:innen – ein Indiz dafür, dass viele Kreditnehmer:innen ihre Einkommen stabilisieren und langfristig planen können. Experten sehen im Hustler-Fonds ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung der Armut und zur Förderung der wirtschaftlichen Selbstständigkeit, warnen aber vor möglichen Risiken wie Überschuldung und fehlender Finanzbildung.
Quellen: AllAfrica – Kenya, AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Business, AllAfrica – Latest