UNICEF: 23 Kinder in zwei Monaten bei Konflikten im nördlichen Kordofan getötet

Die Vereinten Nationen warnen erneut vor der dramatischen Lage für Kinder im von Konflikten gebeutelten Sudan. Wie UNICEF am Dienstag mitteilte, wurden allein im Bundesstaat Nordkordofan in den letzten beiden Monaten 23 Kinder getötet. Die Zahl der verletzten, vertriebenen und traumatisierten Kinder steige weiterhin besorgniserregend an.

Der bewaffnete Konflikt im Sudan, der mittlerweile in sein viertes Jahr geht, hat nach Angaben von UNICEF eine der schwersten humanitären Krisen weltweit ausgelöst. Schätzungen zufolge sind über 20 Millionen Kinder von der Gewalt betroffen, viele von ihnen leiden unter akutem Hunger, haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung oder können nicht zur Schule gehen.

Systematischer Zugang zu Bildung und Gesundheit blockiert

UNICEF betont, dass Krankenhäuser, Schulen und Wasserversorgungssysteme systematisch zerstört oder blockiert würden, wodurch die Grundversorgung von Millionen Kindern gefährdet sei. Die Organisation fordert alle Konfliktparteien auf, internationales humanitäres Recht einzuhalten und zivile Infrastruktur sowie Kinder zu schützen.

Zudem mahnt UNICEF die internationale Gemeinschaft zu schnellerer und umfassenderer Unterstützung. Nur durch dauerhafte humanitäre Zugänge und finanzielle Mittel könne verhindert werden, dass sich die Krise weiter verschärft.

Quellen: Africanews EN