Der sudanesische Minister für Industrie und Handel, Mohasin Ali Yagoub, hat am Montag mit General Khalid Al-Shami, Generalsekretär des Sozialversicherungsfonds der Streitkräfte, über die Ausweitung gemeinsamer Wiederaufbauprojekte gesprochen. Bei dem Treffen standen konkrete Maßnahmen zur Förderung der industriellen Selbstversorgung sowie die Unterstützung von Exportinitiativen im Mittelpunkt. Beide Seiten betonten die strategische Bedeutung von Kooperationen zwischen staatlichen Institutionen und militärnahen Organisationen für die wirtschaftliche Stabilisierung des Landes.
Der Sozialversicherungsfonds der Streitkräfte spielt seit Jahren eine zentrale Rolle in der sudanesischen Wirtschaft, da er in verschiedene Sektoren wie Landwirtschaft, Bauwesen und Produktion investiert. Die nun besprochenen Projekte zielen darauf ab, Produktionskapazitäten wiederherzustellen, die durch den anhaltenden Bürgerkrieg schwer beschädigt wurden. Insbesondere Initiativen zur Steigerung der Nahrungsmittelproduktion und zur Stärkung lokaler Industrien sollen kurzfristig umgesetzt werden.
Trotz der angespannten Sicherheitslage in weiten Teilen des Landes signalisieren solche Treffen einen behördlichen Willen zur wirtschaftlichen Normalisierung. Die internationale Gemeinschaft bleibt jedoch skeptisch, da viele dieser Strukturen eng mit der militärischen Führung verbunden sind. Dennoch könnte die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsministerium und Militärfonds einen ersten Schritt in Richtung Infrastrukturwiederaufbau darstellen – sofern die militärische Lage es zulässt.
Quellen: AllAfrica – Business, AllAfrica – East Africa