Die Inflationsrate in Malawi hat sich im Juni weiter verringert und lag bei 21,1 Prozent – ein Rückgang um 2,3 Prozentpunkte gegenüber den 23,4 Prozent im Mai. Wie aus der jüngsten Flash-Schätzung des Nationalen Statistikamts (National Statistical Office) hervorgeht, setzt sich damit der seit einigen Monaten beobachtete Trend der Entspannung der Teuerungsrate fort.
Der Rückgang der Inflation wird vor allem auf eine moderatere Entwicklung der Lebensmittelpreise zurückgeführt, die einen erheblichen Teil des Warenkorbs in Malawi ausmachen. Die Behörden sehen darin einen positiven Schritt zur Verbesserung der Lebenshaltungskosten für die Bevölkerung, die in den vergangenen Jahren stark unter der hohen Inflation gelitten hat. Insbesondere Preisanstiege bei Grundnahrungsmitteln hatten zuvor soziale Spannungen und wirtschaftliche Belastungen verstärkt.
Experten weisen jedoch darauf hin, dass eine Inflationsrate von über 20 Prozent weiterhin sehr hoch bleibt und die Zentralbank wachsam bleiben müsse. Die Regierung hofft, dass die anhaltende Entspannung der Preise durch stabile Versorgungsketten und gezielte wirtschaftspolitische Maßnahmen weiter unterstützt werden kann. Die kommenden Monatsdaten werden dabei entscheidend sein, um abzuschätzen, ob die derzeitige Trendwende nachhaltig ist.
Quellen: Nyasa Times, AllAfrica – Southern Africa