Gesundheitskräfte im kongolesischen Ituri streiken wegen unbezahlter Löhne

Im Ituri-Provinz des östlichen Kongos haben sich am Mittwoch weitere Gesundheitskräfte an einem landesweiten Streik beteiligt, nachdem ihre Löhne über mehrere Monate hinweg nicht ausgezahlt wurden. Die Streikaktion fand in Bunia statt, einem der Epizentren des derzeitigen Ebola-Ausbruchs. Die Demonstranten fordern von der Regierung die sofortige Begleichung ausstehender Gehälter, um weiterhin die medizinische Versorgung in einer der am stärksten von Epidemien betroffenen Regionen des Landes sicherzustellen.

Die Proteste unter medizinischem Fachpersonal breiten sich in mehreren Städten aus, was die ohnehin angespannte Lage im Gesundheitswesen weiter verschärft. In Ituri und den benachbarten Gebieten kämpfen Ärztinnen und Krankenschwestern bereits unter schwierigen Bedingungen gegen die Ausbreitung des Ebola-Virus. Die Streikenden warnen, dass die nicht erfolgte Bezahlung nicht nur gegen Arbeitsrechte verstößt, sondern auch die öffentliche Gesundheit gefährdet – besonders in einer Krise, in der schnelle Reaktionen lebensrettend sein können.

Die kongolesische Regierung hat bislang keine offizielle Stellungnahme abgegeben. Unabhängige Beobachter weisen jedoch darauf hin, dass strukturelle Probleme im öffentlichen Finanzsystem und mangelnde Transparenz bei der Mittelverwendung häufig für solche Zahlungsverzögerungen verantwortlich sind. Internationale Partnerorganisationen, die im Kampf gegen Ebola unterstützen, äußern Besorgnis über die möglichen Auswirkungen auf die Epidemiebekämpfung, falls der Streik länger andauert.

Quellen: Africanews EN