Kämpfe und Straßensperrungen drohen Hungerkatastrophe in Kordofan

Im westsudanesischen Kordofan warnen lokale Beobachter vor einer sich rasch verschärfenden humanitären Krise. Der Kordofan-Observatorium berichtet von deutlichen Anzeichen einer unmittelbar bevorstehenden Hungersnot in den Gebieten El Nahud, Wad Banda, El Khuwei und Muglad. Aufgrund anhaltender Kämpfe und systematischer Straßensperrungen gelangt kaum noch Hilfsgüter in die Region, während die Lebensmittelpreise massiv ansteigen.

Ein besonders besorgniserregendes Zeichen ist, dass Familien zunehmend auf Ambaz zurückgreifen – ein Nebenprodukt aus der Erdnussverarbeitung, das normalerweise als Tierfutter verwendet wird. Die Verschlechterung der Lebensbedingungen trifft vor allem zivile Bevölkerungsgruppen, die bereits durch die anhaltenden Konflikte vertrieben wurden oder in schwer zugänglichen Gebieten leben.

Die humanitäre Lage wird durch die Zerstörung von Infrastruktur, die Blockade von Hilfsrouten und die mangelnde Präsenz internationaler Organisationen weiter verschärft. Helferorganisationen warnen, dass ohne sofortige Maßnahmen und sichere Zugänge eine vollständige Hungersnot nicht mehr abzuwenden sei.

Quellen: AllAfrica – East Africa