In mehreren Regionen im Nordosten Algeriens wüten seit Tagen verheerende Waldbrände, die bislang mindestens zwölf Menschen das Leben gekostet haben. Zahlreiche weitere Personen wurden bei den Bränden verletzt, darunter auch Einsatzkräfte. Die Feuer breiteten sich besonders in den bewaldeten Hügellandschaften rund um die Provinzen Jijel, Skikda und El Tarf aus, wo starke Winde und extreme Hitze die Bekämpfung der Flammen erheblich erschweren.
Einwohner berichteten von plötzlich aufkommenden Feuerwalzen, die binnen Minuten ganze Dörfer und landwirtschaftliche Flächen verwüsteten. In mehreren Gemeinden wurden Evakuierungen angeordnet, und wichtige Verkehrsadern mussten vorübergehend gesperrt werden, um die Sicherheit von Rettungskräften und Zivilisten zu gewährleisten. Die algerischen Behörden haben in den betroffenen Gebieten einen Katastrophenalarm ausgerufen.
Die Armee wurde zur Unterstützung der Feuerwehren mobilisiert. Mit Hubschraubern und Löschflugzeugen wird versucht, die Brände aus der Luft unter Kontrolle zu bringen, während Bodentruppen mit schwerem Gerät Schneisen in die Wälder schlagen, um die Ausbreitung der Feuer zu stoppen. Experten vermuten, dass die extremen Temperaturen und anhaltende Trockenheit, begünstigt durch den Klimawandel, die Brandgefahr erheblich erhöht haben.
Internationale Hilfe wurde bislang nicht angefordert, doch die Regierung in Algier kündigte an, alle verfügbaren Mittel einzusetzen, um die Lage zu stabilisieren. Die Hinterbliebenen der Opfer trauern, während die Rettungskräfte weiter unter schwierigen Bedingungen im Einsatz bleiben.
Quellen: ARD Tagesschau – Ausland, Africanews EN