Trotz des anhaltenden Konflikts in Sudan beginnen Kinder in der Hauptstadt Khartum langsam, wieder in die Schulklassen zurückzukehren. In einigen Stadtteilen, wo die Sicherheitslage sich leicht verbessert hat, haben Eltern und Lehrkräfte Initiativen gestartet, um den Unterricht unter schwierigsten Bedingungen wieder aufzunehmen.
Viele Schulgebäude sind durch Kämpfe beschädigt oder wurden vorübergehend als Unterkünfte für Binnenvertriebene genutzt. Wo Unterricht stattfindet, herrscht oft Überfüllung: Klassen mit bis zu 100 Kindern teilen sich Räume, in denen normalerweise nur 40 Schüler Platz finden. Zudem fehlt es an ausgebildeten Lehrkräften, Lehrbüchern und grundlegenden Schulmaterialien.
Die Rückkehr in den Schulalltag gilt jedoch als symbolisch wichtig. Bildungsaktivisten betonen, dass Schulen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Schutz und Struktur für Kinder bieten, die Jahre der Gewalt und Vertreibung erlebt haben. Internationale Hilfsorganisationen unterstützen erste Wiederaufbaumaßnahmen, doch die Herausforderungen bleiben immens.
Experten warnen, dass die Bildungsrekonstruktion Jahre in Anspruch nehmen wird. Bislang sind schätzungsweise zwei Millionen sudanesische Kinder vom Schulbesuch ausgeschlossen. Die langfristigen Folgen einer verlorenen Bildungsgeneration bereiten der internationalen Gemeinschaft zunehmend Sorge.
Quellen: Africanews EN