Die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo) und Ruanda haben am Freitag, den 14. August 2026, bei der sechsten Sitzung des Gemeinsamen Sicherheitskoordinationsmechanismus (JSCM) erneut ihre Entschlossenheit bekräftigt, das bilaterale Friedensabkommen konsequent umzusetzen. Das Treffen fand unter internationaler Begleitung statt und wurde von hochrangigen Vertretern beider Länder sowie Beobachtern aus der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen unterstützt.
Laut dem gemeinsamen Abschlussstatement wurde insbesondere über die Verbesserung der Grenzsicherheit, den Rückzug bewaffneter Gruppen aus strategischen Gebieten und den Austausch von Geheimdienstinformationen gesprochen. Ziel bleibt es, die anhaltende Instabilität in der östlichen DR Kongo zu bekämpfen, die jahrzehntelang durch ethnische Konflikte, Milizenaktivitäten und regionale Einmischung geprägt war.
Friedensprozess weiter auf Kurs
Das JSCM, das im Rahmen eines umfassenden regionalen Friedensprozesses eingerichtet wurde, hat sich nach Einschätzung der beteiligten Parteien als wirksames Instrument zur Deeskalation erwiesen. Seit Inkrafttreten des Abkommens wurden mehrere gemeinsame Patrouillen durchgeführt, und es kam zu einer messbaren Reduktion militärischer Zwischenfälle entlang der Grenze.
Trotz dieser Fortschritte warnen Experten vor Übermut: Lokale Milizen wie die M23 und andere bewaffnete Akteure bleiben aktiv, und die humanitäre Lage in den betroffenen Regionen bleibt fragil. Die internationale Gemeinschaft, darunter auch das US-Außenministerium, das den Statementtext veröffentlichte, begrüßt die Fortschritte jedoch als signifikant und fordert beide Seiten zu weiterer Transparenz und Vertrauensbildung auf.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Central Africa