Krankenhaus in Süd-Darfur droht zu schließen – letzter Arzt verlässt die Region

Im Rehed El Bardi Locality im südlichen Sudan droht das örtliche Krankenhaus aufgrund des Fehlens medizinischen Personals geschlossen zu werden. Der letzte dort tätige Arzt hat die Region verlassen, um im Ausland postgraduale Studien zu absolvieren, wie aus Berichten von Dabanga hervorgeht. Damit ist die medizinische Versorgung für Tausende Bewohner der Gemeinde und angrenzender Gebiete akut gefährdet.

Rehed El Bardi Hospital war bislang die einzige medizinische Einrichtung in der Region, die grundlegende Gesundheitsleistungen anbieten konnte. Ohne ärztliche Betreuung müssen Patienten nun weite Strecken zurücklegen, um Hilfe zu erhalten – eine kaum zu bewältigende Herausforderung in einer Region mit schlechten Verkehrsverbindungen und angespannter Sicherheitslage. Besonders Schwangere, chronisch Kranke und Kinder sind nun besonders gefährdet.

Die Abwanderung von Fachkräften ist kein Einzelfall: Seit Beginn des Konflikts im Sudan haben zahlreiche Ärzte und Pflegekräfte das Land oder ihre Einsatzorte verlassen. Die verbleibenden Gesundheitseinrichtungen leiden unter Personalmangel, fehlenden Medikamenten und beschädigter Infrastruktur. Internationale Organisationen warnen vor einem Zusammenbruch des gesamten Gesundheitssystems, insbesondere in abgelegenen Gebieten wie Süd-Darfur.

Experten fordern dringend die Unterstützung von Ausbildungsprogrammen und Anreizen, um medizinisches Personal in Krisengebieten zu halten. Gleichzeitig wird humanitäre Hilfe benötigt, um zumindest mobile Kliniken einzurichten. Bis dahin bleibt die Bevölkerung in Rehed El Bardi auf sich allein gestellt – ohne Zugang zu lebensnotwendiger medizinischer Betreuung.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa