Lebensmittelpreise in Omdurman steigen dramatisch – Krise in Nord-Darfur verschärft sich

In der sudanesischen Stadt Omdurman sowie in den Orten El Malha, Ed Debba und Mellit sind die Preise für Lebensmittel und grundlegende Konsumgüter innerhalb eines Monats um 20 bis 25 Prozent gestiegen. Besonders betroffen sind Grundnahrungsmittel, deren Kosten zum Teil um mehr als 40 Prozent anstiegen, wie lokale Berichte von Dabanga belegen. Die drastische Teuerung trifft eine Bevölkerung, die bereits unter den Folgen des anhaltenden Konflikts und der wirtschaftlichen Krise leidet.

Die Versorgungslage in Nord-Darfur bleibt kritisch, während die humanitäre Krise weiter eskaliert. Viele Haushalte haben kaum Zugang zu ausreichender Nahrung, sauberem Wasser oder medizinischer Versorgung. Händler berichten von gestörten Handelsrouten, Lieferengpässen und der Abwanderung von Arbeitskräften, was die Verfügbarkeit von Gütern zusätzlich einschränkt. Die Inflation wird durch die Zerstörung von Infrastruktur, die Blockade von Hilfsrouten und den Zusammenbruch öffentlicher Dienstleistungen weiter angeheizt.

Internationale Hilfsorganisationen warnen vor einer sich verschärfenden Hungerkatastrophe, insbesondere in den von Kämpfen betroffenen Gebieten. Schätzungen zufolge sind mehr als 25 Millionen Menschen im Sudan auf humanitäre Unterstützung angewiesen, während die internationale Hilfe oft aufgrund von Sicherheitsrisiken und administrativen Hindernissen nicht rechtzeitig ankommt. Die Preissprünge in Omdurman verdeutlichen, wie sich die wirtschaftliche Not auch in städtischen Zentren ausbreitet – weit über die unmittelbaren Kriegsgebiete hinaus.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa