Proteste in Runda gegen angeblichen Landgrabbing und Hochhausprojekt

Im nairobiernen Stadtteil Runda haben Anwohner erneut Proteste gegen die mutmaßliche illegale Vergabe eines öffentlichen Grundstücks organisiert. Die Bewohner des wohlhabenden Runda Estate befürchten, dass das Areal für ein privates Hochhausprojekt genutzt werden soll, und fordern dessen Rückgabe an die Gemeinschaft.

Die Demonstrationen markieren eine Fortsetzung längerer Auseinandersetzungen um städtische Flächennutzung und Transparenz bei Immobilienprojekten in der kenianischen Hauptstadt. Die Demonstranten argumentieren, das betreffende Gelände sei seit Langem als öffentlicher Raum gedacht gewesen – möglicherweise für Schulen, Parks oder soziale Einrichtungen – und dürfe nicht ohne Zustimmung der Bevölkerung privatisiert werden.

Ähnliche Konflikte haben sich in den letzten Jahren in verschiedenen Teilen Nairobis gehäuft, wo der Druck auf Bauland steigt und teure Entwicklungsprojekte oft im Verdacht stehen, öffentliche Interessen zu vernachlässigen. Die Proteste in Runda unterstreichen die wachsende Forderung nach mehr Bürgerbeteiligung und Rechenschaftspflicht bei kommunalen Planungsentscheidungen.

Die lokalen Behörden haben bislang nicht offiziell auf die jüngsten Kundgebungen reagiert. Die Aktivisten hingegen kündigten an, ihren Druck durch weitere Aktionen aufrechtzuerhalten, bis eine transparente Untersuchung der Grundstücksnutzung erfolgt.

Quellen: Capital FM