Lesotho-Bürger verlieren Millionen durch Zusammenbruch von SGK-Pyramideschema

Tausende Bürger in Lesotho haben nach Berichten lokaler Medien erhebliche finanzielle Verluste erlitten, nachdem die populäre Investment-App SGK plötzlich mit Zahlungen stoppte. Die Plattform, die monatelang mit hohen Renditen lockte, versprach Nutzern Gewinne dafür, dass sie kurze Videos anschauten. Viele Einwohner – darunter auch geringverdienende Haushalte – investierten nach und nach größere Beträge, überzeugt von anfänglichen, kleineren Auszahlungen.

Am 24. Juli 2026 meldeten Nutzer landesweit, dass ihre Auszahlungsanträge nicht mehr bearbeitet wurden und der Kundendienst nicht erreichbar sei. Soziale Medien füllten sich daraufhin mit Berichten über verlorene Ersparnisse, Studiengebühren und sogar Hypotheken, die durch die Investitionen in das System bedroht seien. Experten bezeichnen SGK eindeutig als klassisches Pyramidenschema, bei dem neue Einlagen ältere Auszahlungen finanzieren – ein Geschäftsmodell, das zwangsläufig zusammenbricht, sobald das Wachstum der Neuanmeldungen stagniert.

Behörden unter Druck

Die Regulierungsbehörden in Lesotho stehen nun unter massivem Druck, Maßnahmen zu ergreifen. Bislang gab es keine offizielle Stellungnahme der Zentralbank oder der Polizei. Finanzexperten warnen jedoch vor weiteren ähnlichen Betrugssystemen, die die digitale Aufmerksamkeit der Bevölkerung ausnutzen. Viele Bürger fordern nun staatliche Aufklärung und Schadensbegrenzung.

Da die App international operierte und Serverstandorte im Ausland hatte, könnte eine strafrechtliche Verfolgung kompliziert werden. Dennoch rufen Aktivisten zu einer landesweiten Untersuchung auf, um zukünftige finanzielle Abzocke zu verhindern. Die Affäre unterstreicht die Notwendigkeit einer stärkeren finanziellen Bildung und Regulierung im digitalen Raum in Lesotho.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa