Liberia plant Haushalt 2027: Finanzminister fordert strikte Haushaltsdisziplin

Die liberianische Regierung hat den Entwurf ihres Staatshaushalts für das Haushaltsjahr 2027 vorgestellt. Finanz- und Entwicklungsplanungsminister Augustine Kpehe Ngafuan rief alle Ministerien, Behörden und Ausgabestellen dazu auf, die Haushaltsmittel effizient und im Einklang mit der ARREST-Agenda für inklusive Entwicklung einzusetzen. Diese Agenda legt Prioritäten auf wirtschaftliche Stabilität, Infrastruktur, Bildung und gute Regierungsführung.

Ngapuan betonte die Notwendigkeit finanzieller Disziplin, um das Vertrauen der internationalen Geber und Investoren zu stärken. Gleichzeitig warnte jedoch James Dorbor Jallah, Generalkommissar der Liberian Revenue Authority (LRA), vor potenziellen Gefahren durch zwei geplante Hafenreformgesetze. Er empfahl Präsident Joseph Nyuma Boakai, die Gesetze erneut zu vetoieren, da sie rechtliche und operationelle Mängel enthielten, die zu Einnahmeverlusten und administrativen Konflikten führen könnten.

Die Warnung unterstreicht die angespannte Debatte innerhalb der Regierung über die Balance zwischen Reformen und der Sicherung staatlicher Einnahmen. Die LRA beaufsichtigt die wichtigsten Zolleinnahmen des Landes, die besonders über den Hafen von Monrovia laufen – ein sensibler Bereich, der bereits in der Vergangenheit von Korruption und Ineffizienz betroffen war.

Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Business