In einem Schritt zur Stärkung der informellen Wirtschaft hat Liberia eine neue digitale Marktplattform für lokale Handwerker gestartet. Die Initiative wird am Freitag am Booker Washington Institute (BWI) in Kakata offiziell vorgestellt und zielt darauf ab, Auszubildende und Fachkräfte im Bereich Kleingewerbe – wie Klempner, Elektriker und Schreiner – systematisch in die formelle Wirtschaft einzubinden.
Jahrzehntelang seien gut ausgebildete Handwerker nach Abschluss ihrer Lehre im informellen Sektor verschwunden, ohne Kunden, Kapital oder Perspektive auf Eigentum, kritisieren Experten. Die neue Plattform will diese Lücke schließen, indem sie einen digitalen Vermittlungsraum schafft, der Sichtbarkeit, Auftragsmanagement und Mikrofinanzierung verbindet.
Von Liberia in die Region
Das Projekt hat dabei nicht nur nationale Ambitionen: Es sieht vor, das Modell nach erfolgreicher Einführung in Liberia auf andere Länder der westafrikanischen Region zu übertragen. BWI gilt als ideeller und logistischer Startpunkt, da es eine der ältesten berufsbildenden Einrichtungen des Landes ist und enge Verbindungen zu lokalen Gemeinden pflegt.
Befürworter hoffen, dass die Plattform jungen Menschen langfristig hilft, Unternehmen zu gründen, Vermögen aufzubauen und strukturelle Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Gleichzeitig könnte sie ein Beispiel dafür liefern, wie digitale Innovation genutzt werden kann, um traditionelle wirtschaftliche Barrieren zu überwinden.
Quellen: AllAfrica – West Africa