Die namibische Oppositionspartei National Unity Democratic Organisation (NUDO) fordert eine umfassende und unabhängige Untersuchung zu einer Serie tödlicher Elektrounfälle im Landesstromsektor. Parlamentsmitglied Vetaruhe Kandorozu machte die Forderung öffentlich, nachdem mehrere Mitarbeiter von Energieversorgungsunternehmen bei Arbeitsunfällen durch Stromschläge ums Leben kamen.
Kandorozu betonte, dass die wiederholten Vorfälle nicht als Einzelfälle abgetan werden dürften, sondern systemische Sicherheitsdefizite offenbarten. Er sprach von einem eklatanten Versagen bei der Umsetzung von Arbeitsschutzstandards und forderte eine unabhängige Auditierung der betroffenen Betriebe sowie strukturelle Reformen zur Verhinderung weiterer Todesfälle.
Die genauen Umstände der Unfälle sowie die Zahl der Betroffenen wurden in den verfügbaren Quellen nicht detailliert genannt, doch die Häufung der Vorfälle innerhalb kurzer Zeit hat für öffentliche Empörung gesorgt. Die NUDO sieht dringenden Handlungsbedarf seitens der Regulierungsbehörden und des zuständigen Ministeriums für Energie und Wasser.
Arbeitssicherheit im Fokus
Die Forderung nach einer externen Untersuchung zielt darauf ab, Transparenz herzustellen und mögliche Missstände in der Ausbildung, Ausrüstung oder Überwachung von Baustellen und Netzwartungsarbeiten aufzudecken. Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter haben sich bisher noch nicht öffentlich dazu geäußert, könnten aber in den kommenden Tagen Stellung beziehen.
Die elektrische Infrastruktur Namibias steht seit Jahren vor Herausforderungen, insbesondere in ländlichen Regionen. Die aktuellen Todesfälle werfen nun ein Schlaglicht auf die Bedingungen, unter denen Techniker und Hilfskräfte arbeiten – und könnten zu einer breiteren Debatte über Arbeitsrecht und Infrastrukturpolitik führen.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business