Liberias Ex-Präsident Weah kündigt Comeback an – mitten im Drogenskandal

Der ehemalige liberianische Präsident George Weah hat sein politisches Comeback offiziell angekündigt und dabei schwere Vorwürfe gegen die amtierende Regierung erhoben. In einer Grundsatzrede vor Anhängern seiner Partei in Springfield, Pennsylvania, bekräftigte Weah am Donnerstag seinen Willen, bei der Präsidentschaftswahl 2029 erneut anzutreten. Er nutzte die Gelegenheit, um die Regierung von Amtsinhaber Joseph Nyuma Boakai scharf zu kritisieren und behauptete, diese sei „durch ein Kartell von Drogenhändlern kompromittiert“ worden.

Seine Äußerungen fallen inmitten eines eskalierenden Skandals um zwei der bisher größten Kokain-Sicherstellungen in der Geschichte Liberias. Seit über sechs Wochen wird über mutmaßliche Verbindungen hochrangiger Beamter zur internationalen Drogenkriminalität ermittelt. Die Debatte verschärft sich zunehmend, da nun auch höchste Sicherheitsbeamte indirekt Anschuldigungen gegen die Regierungsspitze äußern – ohne konkrete Beweise vorzulegen.

Weah, der von 2018 bis 2024 das Amt des Präsidenten innehatte, positioniert sich damit klar als Oppositionsführer im Exil. Seine Botschaft richtet sich besonders an die liberianische Diaspora in Nordamerika, eine einflussreiche Gruppe mit beträchtlichem finanziellen und politischem Gewicht. Der frühere Weltfußballer versprach eine „Renaissance der Integrität“ im Staat, falls er 2029 erneut gewählt werden sollte.

Quellen: FrontPageAfrica, AllAfrica – Latest