Der Präsident des afrikanischen Fußballverbands CAF, Patrice Motsepe, hat sich offen für eine unabhängige Untersuchung möglicher Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe des Afrika-Cups 2025 an Marokko gezeigt. Ursprünglich sollte das Turnier in Senegal stattfinden, doch die CAF entzog dem Land im März 2025 überraschend die Austragungsrechte.
Die Entscheidung führte zu diplomatischen Spannungen zwischen Senegal und Marokko. Senegalesische Behörden hatten schwere Vorwürfe gegen die CAF erhoben und von undurchsichtigen Prozessen gesprochen. Marokko, das bereits 1988 den Afrika-Cup ausrichtete, gilt als verlässlicher Gastgeber für internationale Sportveranstaltungen.
Motsepe betonte in einer Stellungnahme gegenüber Africanews: „Wir haben nichts zu verbergen und begrüßen jede transparente Untersuchung unserer Entscheidungsprozesse.“ Der CAF-Chef verwies darauf, dass Marokko über die notwendige Infrastruktur verfüge und politisch stabil sei. Kritiker vermuten jedoch, dass wirtschaftliche Interessen und politischer Einfluss die Vergabe beeinflusst haben könnten.
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sich die Kontroverse auf die Vorbereitungen des Turniers auswirkt. Marokko hat bereits mit den logistischen Planungen begonnen und will das Event als Zeichen afrikanischer Einheit präsentieren.
Quellen: Africanews EN