Der malawische Minister für Verkehr und öffentliche Arbeiten, Jappie Mhango, hat eine deutliche Kritik an der lokalen Ingenieursgemeinschaft geäußert. In einer Rede vor Beamten und Fachleuten warf er den malawischen Ingenieuren vor, nicht die führende Rolle einzunehmen, die für die Bewältigung der nationalen Infrastrukturherausforderungen erforderlich sei.
Mhango betonte, dass das Land weiterhin stark auf ausländische Experten angewiesen sei, obwohl lokal ausgebildete Fachkräfte vorhanden seien. Diese Abhängigkeit sei nicht nur kostspielig, sondern auch hinderlich für die Entwicklung einer eigenständigen technologischen und ingenieurtechnischen Identität in Malawi.
Aufruf zur Eigenverantwortung
„Wir haben talentierte Menschen im Land, aber sie müssen mehr Verantwortung übernehmen“, so Mhango. Er forderte die Ingenieure auf, innovativ zu denken, sich aktiv in Planungsprozesse einzubringen und Lösungen voranzutreiben, die auf lokalen Gegebenheiten basieren – etwa bei Straßenbau, Brückenkonstruktion oder Wasserversorgungssystemen.
Der Minister sieht in der Stärkung lokaler Kapazitäten einen Schlüssel zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit und nachhaltigen Entwicklung. Er kündigte an, Gespräche mit Ingenieurverbänden und Hochschulen führen zu wollen, um Ausbildung, Fortbildung und Einsatzmöglichkeiten zu verbessern.
Kontroverse Debatte erwartet
Die Äußerungen könnten eine kontroverse Debatte über Qualität, Engagement und institutionelle Unterstützung der technischen Berufe in Malawi auslösen. Vertreter der Ingenieurgemeinschaft haben bislang noch nicht öffentlich reagiert.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business