Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat über ihre Entwicklungsabteilung EIB Global eine Förderung von bis zu vier Millionen Euro für ein neues Klima-Risikoversicherungsprogramm in Äthiopien zugesagt. Das Projekt wird über das Welternährungsprogramm (WFP) umgesetzt und soll 210.000 kleine Landwirte in besonders klimaanfälligen Regionen des Landes erreichen. Ziel ist es, die Resilienz der Landwirte gegenüber Dürren, Überschwemmungen und anderen klimabedingten Extremereignissen zu stärken.
Die Versicherungslösung wird speziell auf die Bedürfnisse von Kleinbauern zugeschnitten sein und automatisierte Auszahlungen bei Wetterereignissen ermöglichen, die Ernteerträge gefährden. Solche Index-basierten Versicherungen nutzen Wetterdaten wie Niederschlag oder Temperatur, um Schadensfälle schnell und transparent auszuweisen, ohne aufwändige Schadensbegutachtungen vor Ort zu benötigen. Dies beschleunigt die Unterstützung und verbessert den Zugang für abgelegene ländliche Gemeinden.
Äthiopien ist besonders anfällig für die Folgen des Klimawandels, und die Landwirtschaft, die einen Großteil der Beschäftigung und des BIP ausmacht, ist stark von saisonalen Wetterbedingungen abhängig. Durch dieses Programm soll die wirtschaftliche Stabilität tausender Haushalte gestärkt und die Abhängigkeit von Notfallhilfe reduziert werden. Die EIB betont, dass die Initiative Teil eines breiteren Engagements für nachhaltige Entwicklung im Horn von Afrika sei.
Quellen: AllAfrica – Ethiopia, AllAfrica – East Africa