Neues Zementwerk im Manhize-Stahlkomplex soll Bauindustrie ankurbeln

In Simbabwe nimmt ein weiterer Meilenstein der industriellen Entwicklung Gestalt an: Der riesige Stahlkomplex Dinson Iron and Steel Company (DISCO) in Manhize wird ab Oktober auch Zement produzieren. Das gab das Unternehmen bekannt. Mit einer geplanten Jahreskapazität von 400.000 Tonnen zielt das Projekt darauf ab, die heimische Bausektor-Nachfrage zu bedienen und die Abhängigkeit von Importen zu verringern.

Der DISCO-Komplex, der mit einem Investitionsvolumen von 1,5 Milliarden US-Dollar entstand, gilt als eines der ehrgeizigsten Industrievorhaben des Landes. Die Erweiterung um eine Zementproduktionslinie markiert eine strategische Diversifizierung in den Bereich Baustoffe. Experten sehen darin eine Chance, nicht nur die Infrastrukturentwicklung im Land zu beschleunigen, sondern auch Arbeitsplätze zu schaffen und die lokale Wertschöpfung zu stärken.

Wirtschaftliche Bedeutung und regionale Vernetzung

Die Entscheidung, Zement in Manhize herzustellen, kommt zu einem Zeitpunkt, da Simbabwe verstärkt in Straßen-, Brücken- und Wohnbauprojekte investiert. Lokal produzierter Zement könnte Transportkosten senken und die Preisstabilität verbessern. Zudem könnte der Überschuss langfristig in die Region exportiert werden, etwa nach Sambia oder Mosambik.

Die neue Produktionsstätte wird eng mit bestehenden Hochöfen und Energieanlagen des Komplexes verknüpft sein, was Effizienzvorteile verspricht. Die Regierung begrüßte die Ankündigung als Beweis für das Vertrauen ausländischer und lokaler Investoren in die wirtschaftliche Zukunft des Landes. Gleichzeitig mahnen Beobachter, dass neben Großprojekten auch mittelständische Industrien gefördert werden müssten, um eine breite wirtschaftliche Erholung zu ermöglichen.

Quellen: AllAfrica – Business