Niger beschuldigt ungenannte Nachbarn nach gescheiterter Militärrevolte

Die Regierung des Niger hat ihre Anschuldigungen im Zusammenhang mit einem gescheiterten Putschversuch vor einer Woche erweitert und nun auch ungenannte Nachbarländer beschuldigt, hinter der Attacke auf eine militärische Basis zu stecken. Das berichtet Al Jazeera unter Berufung auf offizielle Stellen in Niamey. Zuvor waren bereits westliche Länder wie Frankreich ins Visier gerückt worden, was diese jedoch entschieden zurückweisen.

Frankreich weist Vorwürfe als „reine Fantasie“ zurück

Frankreich hat die Behauptungen aus Niger scharf dementiert und sie als „reine Fantasie“ bezeichnet. Ein Sprecher des französischen Außenministeriums betonte am Freitag, es gebe keinerlei Grundlage für die Unterstellung, Paris habe irgendeine Rolle bei dem fehlgeschlagenen Umsturzversuch gespielt. „Solche unbewiesenen Anschuldigungen untergraben die diplomatischen Beziehungen und tragen nicht zur regionalen Stabilität bei“, so der Sprecher weiter.

Sicherheitslage bleibt angespannt

Das Westafrikaland befindet sich seit dem Militärputsch im Jahr 2023 unter der Kontrolle einer Übergangsregierung. Seitdem hat sich das Land zunehmend von westlichen Partnern distanziert und enge Verbindungen zu anderen Machthabern in der Sahelzone sowie zu russischen Akteuren, darunter die Wagner-Gruppe, aufgebaut. Die jüngsten Vorfälle werfen neue Fragen über die innenpolitische Stabilität und die wachsende Spannung zwischen den neuen Machthabern und traditionellen internationalen Partnern auf.

Quellen: Al Jazeera English