Die nigerianische Bundesregierung hat am Montag, dem 16. September 2026, das 3-Megawatt-Hybrid-Minigrid-Projekt an der Universitätsstadt Abuja offiziell in Betrieb genommen. Das Projekt zielt darauf ab, eine zuverlässige und nachhaltige Energieversorgung für die Hochschuleinrichtung sicherzustellen und gleichzeitig als Modell für dezentrale Energiesysteme im Land zu dienen.
Laut Angaben des zuständigen Ministeriums kombiniert das Minigrid-System Solarstrom, Batteriespeicher und Backup-Dieselgeneratoren, um eine stabile Stromversorgung auch außerhalb des zentralen Netzes zu gewährleisten. Experten sehen darin einen wichtigen Schritt zur Bekämpfung der chronischen Stromausfälle, die weite Teile Nigerias betreffen.
Nationales Callcenter soll Stromprobleme schneller lösen
Begleitend zum Projektstart gab eine Regierungsvertreterin bekannt, dass ein nationales Callcenter eingerichtet werde, um Bürgerbeschwerden zu Stromunterbrechungen entgegenzunehmen und koordiniert zu bearbeiten. Das System soll Echtzeitdaten nutzen, um Störungen schneller zu lokalisieren und Reparatureinsätze effizienter zu planen.
Das Minigrid-Projekt ist Teil eines breiter angelegten Programms zur Verbesserung der Energieinfrastruktur durch dezentrale Lösungen, besonders an Bildungseinrichtungen und ländlichen Gesundheitszentren. Die Regierung hofft, dass sich solche Pilotprojekte auf andere Regionen übertragen lassen.
Quellen: Premium Times Nigeria