Der nigerianische Gouverneur Mai Mala Buni hat am Dienstag einen Besuch bei nigerianischen Flüchtlingen im Kaya-Flüchtlingscamp in der Lac-Provinz des Tschads abgehalten. Bei dem Treffen bekräftigte er das Engagement seiner Regierung, die sich für die sichere und freiwillige Rückkehr der Vertriebenen in ihre Heimat einsetzt. Das Camp beherbergt zahlreiche Nigerianer, die aufgrund von Gewalt und Instabilität in ihren Heimatregionen – insbesondere durch bewaffnete Gruppen wie Boko Haram – fliehen mussten.
Während seines Aufenthalts prüfte Gouverneur Buni die Lebensbedingungen vor Ort und sprach mit Vertretern der Gemeinschaft über ihre Bedürfnisse und Ängste bezüglich der Rückkehr. Er betonte, dass die Wiedereingliederung nicht nur logistische Unterstützung, sondern auch psychosoziale Betreuung, Bildung und wirtschaftliche Perspektiven erfordere. Die Kooperation mit den Behörden des Tschads und internationalen Organisationen sei entscheidend, um dauerhafte Lösungen zu schaffen.
Regionale Zusammenarbeit im Fokus
Der Besuch unterstreicht die enge regionale Verflechtung zwischen Nigeria und dem Tschad im Umgang mit der Flüchtlingskrise im Raum des Tschadsees. Beide Länder sind Mitglieder der Multinationalen Einsatztruppe (MNJTF), die gegen islamistische Extremisten kämpft. Die Stabilisierung der Grenzgebiete bleibt eine zentrale Herausforderung. Die Zusage zur Unterstützung der Repatriierung könnte ein Schritt hin zu einer nachhaltigen Rückkehrstrategie sein, solange Sicherheit und Infrastruktur in den Herkunftsgebieten gewährleistet werden können.
Quellen: Premium Times Nigeria