Der langjährige ugandische Oppositionsführer Dr. Kizza Besigye ist am Donnerstag während seines laufenden Hochverratsprozesses vor dem Gericht in Kampala zusammengebrochen. Der Vorfall hat landesweit und international Empörung ausgelöst und verstärkt die Kritik an der Behandlung politischer Gefangener in Uganda.
Die People’s Front for Freedom (PFF) verlangte unverzüglich Aufklärung über die Umstände des Zusammenbruchs. Die Organisation forderte die ugandische Regierung, das Justizsystem und den Gefängnisdienst auf, den medizinischen Zustand Besigyes offenzulegen und die Bedingungen seiner Inhaftierung zu erklären.
Internationale Solidarität
Auch in Kenia haben Aktivisten am Donnerstag vor der ugandischen Botschaft in Nairobi demonstriert und die Freilassung Besigyes gefordert. Die Protestierenden warfen der Regierung von Präsident Yoweri Museveni vor, politische Gegner systematisch zu kriminalisieren und zu isolieren.
Die jüngsten Ereignisse werfen erneut Fragen über den Zustand der Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit in Uganda auf. Besigye, der mehrfach gegen Museveni angetreten ist, befindet sich seit Monaten in Haft. Seine Anhänger berichten seit längerem von gesundheitlichen Problemen, die durch die Haftbedingungen verschärft würden.
Beobachter warnen, dass die Eskalation politischer Repression das internationale Ansehen Ugandas weiter beschädigen und die Aussicht auf glaubwürdige Wahlen unter freien Bedingungen gefährden könnte.
Quellen: AllAfrica – East Africa, Africanews EN