Der parlamentarische Gesundheitsausschuss Ugandas hat alarmierende Defizite in der Krebsversorgung des Landes kritisiert. Wie Mitglieder des Ausschusses jüngst erklärten, kämpft das Uganda Cancer Institute (UCI) in Kampala mit stark steigenden Patientenzahlen, während gleichzeitig eine dramatische Unterversorgung mit Spezialmedizinern, lebenswichtigen Medikamenten und ausreichender staatlicher Finanzierung herrscht.
Das UCI ist die führende Einrichtung des Landes für die Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen. Doch laut Abgeordneten können viele Patienten nicht rechtzeitig behandelt werden, da die Kapazitäten weit hinter dem Bedarf zurückbleiben. Insbesondere fehlen Onkologen, Radiologen und Pflegepersonal mit spezialisierter Ausbildung, was zu langen Wartezeiten und verzögerten Therapien führt.
Auch der Zugang zu Chemotherapeutika und Bestrahlungsgeräten sei unzuverlässig. Gelegentliche Lieferengpässe und veraltete Technik beeinträchtigen die Qualität der Versorgung. Der Ausschuss fordert nun eine dringende Aufstockung der Budgetmittel und eine strategische Planung zur Ausbildung mehrerer Fachkräfte im Bereich Onkologie.
Krebsbelastung nimmt in Ostafrika zu
Experten weisen darauf hin, dass sich die Krankheitslast in Uganda und der gesamten Region Ostafrika verschiebt: Neben anhaltenden Infektionskrankheiten wie HIV und Malaria nehmen nichtübertragbare Krankheiten wie Krebs deutlich zu. Eine verbesserte Früherkennung, bessere Datenlage und ein flächendeckenderer Zugang zur Behandlung sind daher zentrale Herausforderungen für das ugandische Gesundheitssystem.
Quellen: AllAfrica – East Africa