Die politische Landschaft Gambias bereitet sich auf die entscheidende Präsidentschaftswahl 2026 vor, doch statt Einigkeit zeichnet sich eine zunehmende Fragmentierung innerhalb der Opposition ab. Ursprünglich hatte die ADD-Koalitionsinitiative Hoffnungen auf eine geschlossene Front gegen die amtierende Regierung geweckt. Doch wie aktuelle Berichte zeigen, hat sich dieses Bündnis inzwischen aufgelöst und in mehrere konkurrierende Allianzen verwandelt.
Der Prozess, der mit dem Ziel begann, einen gemeinsamen Kandidaten unter dem Dach der Coalition for a Modern Gambia (CMC) aufzustellen, hat nach Angaben von Beobachtern zu einer Polarisierung geführt. Statt eines konsensuellen Vorgehens entstehen nun lose Zusammenschlüsse „der Willigen“, während einige Parteien sich abkoppeln und eigene Wege einschlagen. Dies untergräbt das ursprüngliche Ziel einer geschlossenen Opposition.
Beobachter warnen vor den Folgen einer zersplitterten Opposition, die die Chancen auf einen Machtwechsel verringern könnte. Historiker, so heißt es in Berichten, dokumentieren bereits diesen Prozess – nicht als Triumph der Demokratie, sondern als Beispiel für strategische Uneinigkeit in einem kritischen Wahljahr.
Die wachsende politische Verunsicherung wirft Fragen über die Stabilität des demokratischen Übergangs in Gambia auf, der seit dem Sturz von Diktator Yahya Jammeh 2017 als fragil gilt. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, ob es gelingt, die Spaltungen zu überwinden oder ob die Fragmentierung die politische Landschaft weiter lähmt.
Quellen: AllAfrica – West Africa