Die Direktion für Kriminelle Ermittlungen (DCI) hat in Kajiado County zwei schwerwiegende Menschenhandel-Netzwerke zerschlagen und dabei 48 junge Frauen befreit. Die Opfer waren durch falsche Arbeitsversprechen angelockt worden und anschließend zur sexuellen Ausbeutung, darunter zur Herstellung von Webcam-Pornografie, gezwungen worden. Die Behörden sprechen von einer strukturierten kriminellen Organisation, die gezielt verletzbare Frauen aus ländlichen Gebieten rekrutierte.
Die Razzien, die am Donnerstag durchgeführt wurden, führten auch zur Festnahme mehrerer mutmaßlicher Drahtzieher. Die Ermittler fanden in den Räumlichkeiten technische Ausrüstung, darunter Kameras, Computer und Server, die für die Live-Übertragung genutzt wurden. Die befreiten Frauen erhielten medizinische und psychosoziale Unterstützung und werden nun durch staatliche und NGO-Partner betreut.
Die DCI warnte die Öffentlichkeit vor betrügerischen Stellenangeboten, insbesondere in sozialen Medien, und kündigte an, verstärkt gegen Online-Ausbeutung vorzugehen. „Diese Fälle zeigen, wie raffiniert kriminelle Netzwerke heute agieren. Wir werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um Frauen vor solchen Formen der Ausbeutung zu schützen“, sagte ein DCI-Sprecher. Die Regierung kündigte an, die Gesetzeslücken im Bereich digitaler sexueller Ausbeutung zu überarbeiten.
Quellen: AllAfrica – Kenya, AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Latest