Der neue Staatschef von Mosambik, Daniel Chapo, hat bei einer öffentlichen Ansprache in der Hauptstadt Maputo eindringlich zur Bekämpfung häuslicher Gewalt aufgerufen. Dabei richtete er sich besonders an Frauen und forderte sie auf, eine Vorreiterrolle bei der Förderung von Frieden innerhalb der Familien und Gemeinschaften zu übernehmen.
Chapo betonte, dass häusliche Gewalt nicht nur ein gesellschaftliches Tabu, sondern auch ein schwerwiegender Faktor für die psychische und physische Entwicklung von Kindern sei. „Domestische Gewalt beeinträchtigt die kindliche Entwicklung zutiefst“, so der Präsident. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der Menschenrechtsorganisationen in Mosambik verstärkt auf strukturelle Gewaltprobleme hinweisen, insbesondere in ländlichen Regionen.
Die Regierung erwägt laut Aussagen von Ministeriumsmitarbeitern die Einführung neuer Aufklärungsprogramme sowie den Ausbau von Schutzräumen für betroffene Frauen und Kinder. Die Initiative soll gemeinsam mit lokalen NGOs und internationalen Partnern umgesetzt werden. Chapos Appell wird als Teil seiner ersten öffentlichen Maßnahmen zur sozialen Stabilisierung des Landes interpretiert.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa