Die anhaltende Abwesenheit von Präsident Paul Biya aus Kamerun beschäftigt weiterhin die Öffentlichkeit und politischen Kreise. Biya, der seit 1982 im Amt ist und damit zu den dienstältesten Staatsoberhäuptern Afrikas zählt, hält sich nach wie vor im Ausland auf, ohne dass ein genaues Datum für seine Rückkehr bekannt gegeben wurde. Diese Entwicklung verstärkt Kritik an seiner Regierungsführung und nährt Spekulationen über die tatsächliche Machtverteilung im Land.
Biya wird häufig vorgeworfen, wichtige Staatsgeschäfte von ausländischen Aufenthaltsorten aus zu führen, insbesondere aus Frankreich, wo er in der Vergangenheit mehrere Monate lang residierte. In seiner Abwesenheit wird das Land formell von Premierministerin Rose Doudou Issoufou geleitet, was jedoch nicht alle Bedenken ausräumt. Kritiker befürchten eine zunehmende Entfremdung zwischen der Regierung und der Bevölkerung, insbesondere in Anbetracht anhaltender innenpolitischer Spannungen, etwa in den englischsprachigen Regionen des Landes.
Die Opposition und Teile der Zivilgesellschaft fordern mehr Transparenz über den Gesundheitszustand und die politischen Handlungsmöglichkeiten des Präsidenten. Internationale Beobachter warnen, dass eine zu lange Abwesenheit des Staatsoberhaupts die politische Stabilität des Landes gefährden könnte, besonders angesichts der angespannten Sicherheitslage in mehreren Regionen.
Quellen: Africanews EN