Präsident Ruto verbietet Bezeichnungen „Watchman“ und „Guard“ für Sicherheitskräfte

Kenias Präsident William Ruto hat allen Regierungsbehörden offiziell untersagt, private Sicherheitskräfte als „Watchman“ oder „Guard“ zu bezeichnen. Stattdessen sollen respektvollere und professionellere Begriffe verwendet werden, um die Würde des Berufsstandes zu wahren. Der Präsident argumentierte, dass die bisherigen Titel veraltet und herabwürdigend seien und nicht der Bedeutung der Sicherheitsfachkräfte für die öffentliche Ordnung gerecht würden.

Die Anweisung wurde am 6. August 2026 von der Regierung in Nairobi bekannt gegeben. Sie betrifft sämtliche staatlichen Institutionen, darunter Behörden, Polizei und öffentliche Einrichtungen, die mit privaten Sicherheitsdiensten zusammenarbeiten. Die Entscheidung wurde von Experten als wichtiger Schritt zur Professionalisierung des Sicherheitssektors gelobt, der in Kenia eine große Rolle spielt und Tausende Beschäftigte umfasst.

Die neue Richtlinie ist Teil einer breiteren Reforminitiative, die darauf abzielt, den Status und die Arbeitsbedingungen von Arbeitern im informellen Sektor zu verbessern. Sicherheitskräfte sind oft rund um die Uhr im Einsatz und tragen zur Stabilität in Wohngebieten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen bei. Mit der sprachlichen Neuausrichtung soll auch ein stärkeres Bewusstsein für ihre Leistung geschaffen werden.

Quellen: AllAfrica – Kenya, Capital FM