In Kenia haben am Montag landesweite Proteste gegen die rekordhohen Kraftstoffpreise und die steigenden Lebenshaltungskosten stattgefunden. Die Demonstrationen sind in mehreren Städten, darunter Nairobi, ausgebrochen und wurden von der ehemaligen Vizepräsidentin Rigathi Gachagua und anderen Oppositionsführern angeführt.
Gachagua machte die Regierung für die Preiserhöhung verantwortlich und kritisierte, dass Kraftstoff in Kenia teurer sei als in den Nachbarländern, trotz der Tatsache, dass Kenia als Hauptimporteur in der Region fungiert. „Es ist unverständlich, warum wir die höchsten Kraftstoffpreise in Ostafrika haben, obwohl wir das Importzentrum sind“, sagte Gachagua während der Proteste.
Die steigenden Preise haben in der Bevölkerung zu Verzweiflung geführt, was in gewaltsamen Auseinandersetzungen resultierte. Berichten zufolge wurden mindestens zwei Personen in den Städten Kiambu und Nakuru getötet, während die Polizei mehrere Demonstranten festnahm und Schäden an Eigentum verursachte.
Der stellvertretende Präsident Kithure Kindiki hat die Gewalt während der Proteste als politisch motiviert bezeichnet und behauptet, dass einige Führer die Unruhen ausnutzen, um die Regierung zu destabilisieren. Er betonte, dass ohne staatliche Maßnahmen die Treibstoffpreise auf über 400 kenianische Schillinge gestiegen wären.
Die Situation bleibt angespannt, da die Bevölkerung über die hohen Lebenshaltungskosten und die Unfähigkeit der Regierung, die Probleme zu lösen, frustriert ist. Die Proteste könnten eine Wendepunkt für die Regierung von Präsident William Ruto darstellen, die bereits mit anderen Herausforderungen konfrontiert ist.
Quellen: Africanews, AllAfrica