Der ruandische Minister für Handel und Industrie, Antoine Marie Kajangwe, hat einen dringenden Appell für günstigere Flugtickets innerhalb Afrikas ausgesprochen. Bei einer regionalen Wirtschaftskonferenz betonte Kajangwe, dass hohe Steuern, Abgaben und Landegebühren den Luftverkehr zwischen afrikanischen Ländern unnötig verteuerten und somit die wirtschaftliche Vernetzung hemmten.
‚Afrika kann nicht wirklich integriert sein, solange es für seine Bürger teurer ist, von Kigali nach Nairobi zu fliegen, als von dort nach Dubai‘, sagte Kajangwe. Er plädierte für koordinierte Maßnahmen aller afrikanischen Staaten, um den Single African Air Transport Market (SAATM) wirksam umzusetzen und bürokratische Hürden abzubauen.
Ruanda gehört zu den führenden Befürwortern einer liberalisierten Luftfahrt auf dem Kontinent. Das Land nutzt seine zentrale Lage und modernen Flughafeninfrastrukturen, um als Hub für Geschäftsreisende und Touristen zu fungieren. Mit der Forderung nach niedrigeren Kosten will Kigali nicht nur den Tourismus ankurbeln, sondern auch grenzüberschreitende Geschäftstätigkeiten erleichtern – ein zentraler Baustein der Afrikanischen Freihandelszone (AfCFTA).
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Central Africa, AllAfrica – Business