Am 7. April begann in Ruanda die jährliche Gedenkveranstaltung zum Völkermord von 1994, bei dem innerhalb von 100 Tagen mehr als 800.000 Menschen getötet wurden. Die zentrale Zeremonie fand in der Hauptstadt Kigali statt, wo Überlebende, Regierungsvertreter und internationale Gäste der Opfer gedachten.
Präsident Paul Kagame betonte in seiner Rede die Bedeutung von Einheit und Versöhnung für das heutige Ruanda. Das Land hat seit dem Genocide bemerkenswerte Fortschritte in wirtschaftlicher Entwicklung und sozialem Zusammenhalt gemacht, bleibt aber von den traumatischen Ereignissen geprägt.
Die Gedenkwoche umfasst traditionell Schweigeminuten, Besuche an Gedenkstätten und Diskussionen über die Aufarbeitung der Geschichte. In diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem Motto „Erinnerung, Einheit und die Kraft intentionaler Führung“.
Quellen: AllAfrica